Was Sie über Folierungen von Kfz wissen sollten!
Um jahrelange Freude an einer Folierung Ihres Kfz zu haben, sollten Sie bei der Wahl der ausführenden Firma, folgende Hinweise beachten:
Luftkanalfolie:
Achten Sie unbedingt darauf, dass an Ihrem Fahrzeug mit einer Luftkanalfolie verklebt wir.
Diese Folie enthält eingelassene Luftkanäle oder Luftperlen im Kleber, wodurch bei nicht zu vermeidender Blasenbildung bei der Verklebung, die Luft durch diese Kanäle entweichen kann.
Bei Folien ohne Luftkanäle müssen diese mit einer Spitze oder einem scharfen Messer aufgestochen werden, wobei die Folie und im ungünstigsten Falle auch der Lack verletzt bzw. beschädigt wird.
Beschädigungen sind meist erst nach Entfernung der Folie sichtbar.
Markenfolien:
Auf dem Folienmarkt tummeln sich viele „No Name“ Folien und werden teilweise günstiger angeboten als Markenfolien.
Bei Markenfolien wie z. B.
HEXIS®,
ORAFOL® oder
3M™ befinden Sie sich auf der sicheren Seite.
Diese Folien sind einer intensiven Werksprüfung unterzogen, die auf Grund ihrer Eigenschaften eine einwandfreie Haftung und Anpassung auf Ihrem Kfz garantieren und keine evt. bleibenden Schäden an Ihrem Fahrzeug verursachen.
Alle Folien sollten bei mindestens 15 Grad Raumtemperatur verklebt werden.
Bei günstigen Angeboten, fragen Sie bitte nach der Markenbezeichnung der Folie und lassen sich diese vor der Folierung zeigen.
Folieneigenschaften:
Es gibt drei verschiedene Folienarten, die für verschiedenste Anwendungen geeignet ist.
Gegossene polymere Folie: z. B. für Kfz Teil- und Vollverklebung
Für eine Teil- oder Vollverklebung Ihres Kfz sollte immer eine gegossene Folie verwendet werden. Diese hat die besondere Eigenschaft, sich dauerhaft um starke Wölbungen und Vertiefungen (z. B. Kotflügel, Spiegel oder im Nummerschildbereich) anzupassen, ohne sich später abzulösen.
Polymere Folie: z. B. für Kfz-Beschriftungen (außenbeständig)
Diese Folie ist für leicht gewölbte Flächen im Außen- und Innenbereich geeignet. (Wird oft im Bereich von geplotterten Beschriftungen verwendet.)
Monomere Folie: z. B. für Schilder, Messestände und Plakate
Hierbei handelt es sich um eine Folie, die für eine kurzfristige Verklebung hauptsächlich im Innenbereich für glatte Flächen benutz werden kann.
Reinigung:
Bevor eine Folie verklebt wird, muss der Untergrund intensiv und akribisch von Silikon, Politur und Fettresten gereinigt werden.
Hierbei ist auf speziell darauf abgestimmte, verträgliche Reinigungsmittel zu achten, die weder Lack, Chrom oder Dichtungsgummis angreifen oder beschädigen.
Für Markenfolien gibt es hierfür genau darauf abgestimmte Reinigungsmittel. (Verwenden Sie z. B. kein Aceton, Spiritus oder siliconhaltige Reiniger.)
Schneidetechnik:
Eine erfahrene Schneidetechnik ist die Grundvoraussetzung für eine saubere Folierung.
Lassen Sie nur ein erfahrenes Unternehmen an Ihr Kfz, das die Folien-Schneidetechnik beherrscht.
Die aufgebrachte Folie muss anschließend in allen Spalten und Aussparungen geschnitten werden. Hierbei werden hochwertige Cuttermesser und Skalpelle mit verschiedensten Klingen verwendet. Es Bedarf einer gehörigen Portion Erfahrung beim Umgang mit diesen Werkzeugen, um immer nur die Folie zu schneiden und nicht evt. Lackschnitte zu verursachen.
Lassen Sie sich ein bereits foliertes Fahrzeug zeigen und schauen sich die Kanten, Rundungen und Ausschnitte der verklebten Folie an.
Preise:
Der Preis richtet sich nach Qualität, Materialkosten (m²) der Folie und Arbeitsaufwand.
Eine Kostenersparnis kann man z. B. durch Selbstabbau von den kontinuierlichen Arbeitsablauf störenden Teilen wie Antenne, Türgriffe, Heckspoiler und sonstige Anbauten erzielen. So erfolgt eine „fließende“ Folierung ohne zusätzliche Schnitte.
Die Vollfolierung eines Mittelklasse-Kfz durch einen Fachbetrieb liegt je nach Größe und Aufwand bei ca. 1.000,00 € - 1.400,00 € + 19% MwSt. oder bei ca. 30-40% der Kosten für eine Lackierung.
Beachten Sie, dass der günstigste Anbieter nicht auch der Beste sein muss.
Wenn Sie diese Ratschläge befolgen, steht einer fachgerechten Folierung Ihres Kfz nichts mehr im Wege!